“männliche Körpersprache Reiben Kinn”

Mit unserem Körper senden wir ständig Signale aus, meistens sind wir uns dessen aber gar nicht bewusst. Deshalb ist es in einem ersten Schritt wichtig, dass Sie Ihre Wahrnehmung für Ihre nonverbalen Signale schärfen. Leihen Sie sich einen Film aus, den Sie noch nicht kennen. Stellen Sie bei einer Gesprächsszene den Ton ab. Versuchen Sie an der Körpersprache abzulesen, über was gesprochen wird. Kontrollieren Sie später, ob Sie Recht hatten.

Lassen Sie Ihren Blick einen Augenblick lang auf möglichst allen Personen ruhen, bevor Sie Ihren Vortrag beginnen. Fangen Sie erst an zu sprechen, wenn jeder Sie anblickt. So haben Sie die Aufmerksamkeit vom Publikum sicher. Professionelle Redner reden frei, also ohne Manuskript. Wenn Sie jedoch lieber auf die Sicherheit Ihrer Notizen zurückgreifen, achten Sie darauf, dass Sie immer zwischendurch das Publikum anschauen. Der Redner mit Blickkontakt redet flüssiger und lebendiger.

Zur Körpersprache zählen die Spannungsverhältnisse des Körpers (Unter-, Über- und Wohlspannung), diese wiederum beeinflussen maßgeblich unserer Körperhaltung. Des Weiteren gehören Gestik (Ausdruck mit den Armen und Händen) sowie Mimik (Ausdruck der Gesichtsmuskulatur und Augen) in den Bereich der Körpersprache.

Die menschliche Spezies kann seit vielen Jahrtausenden aufrecht gehen – ein echter Fortschritt, mit dem wir unseren Planeten endgültig erobert haben. Doch wenn man sich so umschaut, scheinen sich einige männliche Vertreter evolutionär zu einfachen Primaten zurück zu entwickeln. Ein gebeugter Gang wirkt verunsichert und macht einen in jeglicher Hinsicht „klein“, jeder weiß das. Und trotzdem schleichen sich viele Menschen mit krummem Rücken und herunterhängenden Schultern durch den Alltag.

Stimmt jedoch die Chemie zwischen dem Kunden und dem Verkäufer nicht, sollte man ein aufgesetztes Lächeln vermeiden, denn das wird schnell enttarnt. Die Sympathie ist bei einem Verkaufsgespräch generell sehr wichtig und kann beim möglichen Kauf entscheidend sein. Durch aufmerksame Beobachtung erfährt man einiges über die augenblickliche Befindlichkeit und den Gemütszustand seines Gesprächspartners. Da viele Gesten mehrdeutig sind und falsch verstanden werden, sobald sie aus dem Zusammenhang gerissen sind, ist das Zusammenspiel der Einzelreaktionen für die richtige Interpretation wichtig. Menschen versuchen jedoch auch ihre Körpersprache gezielt einzusetzen, um den Gesprächspartner zu täuschen. Dabei sollte man auf spontane Reaktionen und Emotionen achten, denn diese sind meist nicht kontrollierbar.

Anders ist es aber mit der Körpersprache. Die nonverbale Kommunikation lässt sich nicht so einfach, wenn überhaupt beeinflussen. Es sind blitzschnelle Reaktionen die vom Gehirn gesteuert werden, bevor wir es merken und uns bewusst sind.

Mit selbstironischem Blick erläutert er uns, warum Männer so sind wie sie sind. Lesen Sie und lernen Sie dazu: GLAMOUR stellt Ihnen ab sofort regelmäßig Auszüge aus dem Buch “Wie Männer & Frauen ticken” vor. Heute: Woran … Stocksy. Ob ein Mann an Ihnen interessiert ist, das sagt Ihnen auch seine Körpersprache.

Automatisch machen sie sich auf diese Weise klein – im Gegensatz zu den meisten Männern, die häufig mit gespreizten Beinen dasitzen, zu ausladenden Bewegungen neigen und deutlich mehr Raum einnehmen, weil sie sich im wahrsten Sinne des Wortes ausbreiten.

Natürlich verschlingt man sich nach Jahren nicht mehr so stark mit den Augen wie in der Phase des Verliebtseins…aber Wahrnehmung, Wertschätzung und Liebe laufen über Zuwendung, wir drücken diese aus durch Augenkontakt, über Kommunikation durch Gespräche und Fragen.

Beim „pacing“ geht es um eine Art von „spiegeln“ des anderen, vor allem auch dessen Körpersprache. Der Hintergrund ist die durchaus ernst zu nehmende Forschung, dass Menschen, die sich wirklich gut verstehen, dies ganz automatisch tun.

Studien belegen, dass sich die weibliche Körpersprache von der männlichen unterscheidet. Weil Frauen nämlich über Jahrhunderte hinweg gelernt haben, sich sozial zu verhalten, sind auch die unbewussten, weiblichen Signale wesentlich zuvorkommender. In der U-Bahn überkreuzen viele Frauen ihre Beine, anstatt sich breit zu machen. Und im Gespräch mit anderen neigen sie den Kopf verständnisvoll zur Seite. Die meisten Männer setzen im Gespräch nach wie vor auf einen intensiven, direkten Blickkontakt – und verschaffen sich auch ansonsten durch einnehmende Gesten oder breitbeiniges Auftreten viel mehr Raum als Frauen.

Eine Sicht des menschlichen Rollenverhaltens hat Jacob Levy Moreno zum Psychodrama und Soziodrama als „Therapie in der Gruppe, mit der Gruppe, für die Gruppe“ entwickelt. Ziel ist es unter anderem, rigide Rollenstrukturen oder nicht mehr zeitgemäße Rollenkonserven hinter sich zu lassen und durch die angeborene Spontanität und Kreativität ein situationsadäquates Rollenverhalten zu entwickeln und die (Wieder-)Herstellung einer authentischen Beziehungsfähigkeit zu ermöglichen.

Überprüfen Sie vor Ihrem Vortrag Ihre Kleidung. Sind alle Knöpfe verschlossen, die Schuhe geputzt? Welche Farbe hat der Hintergrund, vor dem Sie sprechen? Schließlich möchten Sie ja gesehen werden und nicht mit der Wand „verschwimmen“. Gerade für Frauen gilt, besser etwas unifarbenes anziehen anstatt wilde Muster. Achten Sie auf bequemes Schuhwerk, mit denen Sie nicht ausrutschen. Erkundigen Sie sich, welcher Fußbodenbelag Ihre „Bühne“ hat. Ledersohlen regieren auf einen Teppich anders als ein Parkettboden.

Ob in der Schule, im Verein, beim Kaffeeklatsch oder am Arbeitsplatz: Wann immer wir mit mehreren Menschen zusammenkommen, treffen wir auf unterschiedliche Charaktere und Verhaltensweisen. Die können so manche Kommunikation zur Herausforderung werden lassen: Nicht jeder schafft es, sich zurückzunehmen, andere tun sich schwer, für sich einzustehen. Damit nicht alles im Chaos endet, ist es …

Monika Matschnig: „Das kommt darauf an, wie das erste Kennenlernen war. Lernte man sich nur kurz kennen und das in einer sehr formalen Situation, dann empfehle ich den Händedruck. Ansonsten eine dezente Berührung am Oberarm mit einem Küsschen links und rechts. Die beste Regel aber lautet: Denken Sie nicht zu viel darüber nach. Lassen Sie es auf sich zukommen und ’schwingen‘ Sie sich auf Ihr Gegenüber ein. Instinktiv werden beide wissen, was in diesem Moment zu tun ist. Generell rate ich also: Im Vorfeld nicht zu viel denken. Schrauben Sie Ihre Erwartungen nicht gedanklich nach oben. Das kann Sie nur enttäuschen. Schreiten Sie einfach in den Moment hinein. Jeder kennt es: Male ich mir in Gedanken den Urlaub als das perfekte Ereignis des Jahres aus, dann werde ich häufig enttäuscht.“

Frauen interpretieren manchmal den Blickkontakt falsch und verlieren sich in den Augen der Männer. Bei Männern ist dies generell auch möglich aber nicht beim Flirten und schon gar nicht beim ersten Flirt. Daher sollten Frauen achtsam sein, da Männer diesen Trick gerne zu ihrem Vorteil nutzen.

Wenn ich merke, dass im Gespräch jemand mit verschränkten armen offenbar blockiert, suche ich danach, ihm einen Weg zu eröffnen, diese Blockade aufzugeben, und zwar einen Körperlichen. Das kann dann z.B. sein, ihm was zu trinken anzubieten oder ein Papier in die Hand zu drücken, etwas zu geben, wofür er die Hände benutzen muss. Auf der „Argumentativen“ Schiene argumentiere ich, der Körpersprachlichen agiere ich, wenn man so will.

Wenn sie allgemein gelassen scheint, machst Du es sehr gut – sie geniesst es bei Dir zu sein und sie ist offen für zukünftige Möglichkeiten. Wenn Du mit dem fortfährst was Du tust, wird sie wie Wachs in Deinen Händen sein.

Dennoch, nonverbale Kommunikation ist auch ein direkter Ausdruck von Emotionen, viel direkter als das gesprochene Wort. Und bereits in den ersten Sekunden einer Begegnung bewerten wir einen Menschen, schreiben ihm einen Sympathiewert zu und stellen Vermutungen über seine Kompetenz an. Unsere Fähigkeit zur Empathie korreliert übrigens mit unserer Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung. Körpersprache richtig zu deuten – aber auch selbst bewußt einzusetzen – hilft uns sensibel auf die Befindlichkeiten unserer Mitmenschen zu reagieren.

Man wird sich also einzelnen Körperteilen zuwenden, den Augen, dem Kopf, Mund, Nase, Augenbrauen, Schulterpartie und Oberkörper. Die Haltung von Beinen und Füßen beim Sitzen, die Haltung der Hand und der Finger, die sogenannten Hand-Gesicht-Gesten und die Hand-Hand-Gesten. Viele Details lassen eine Deutung zu. Die deutbaren Details von Gestik und Mimik sind enorm vielfältig. Hinzu kommt die Deutung von Reaktionen und Verhaltensweisen in Bezug auf soziale Situationen beim Telefonieren, bei einem Vortrag, ja selbst im Schlaf.

Das An-die-Nase-fassen ist mittlerweile allseits bekannt; es gibt aber eine Reihe weiterer körpersprachlicher Indizien, die auf eine Lüge hindeuten. So meint der ehemalige FBI-Agent Joe Navarro, der über zwei Jahrzehnte Verbrecher anhand ihrer Körpersprache enttarnte, dass unser ehrlichstes Körperteil die Füße seien. Diese Theorie lässt sich in der Praxis bestätigen. Warum wohl stehen Politiker gerne hinter einem Pult und verdecken damit ihre Füße? Nervöses Trippeln während des Abgebens der Wahlversprechen würde doch unglaubwürdig wirken, oder?[6]

Eure Körpersprache zeigt viel deutlicher, wie es euch geht, als ihr es durch eure Worte je ausdrücken könnt. Sehr viele der Gesten und Bewegungen, die ihr macht, werden von euren Mitmenschen unbewusst interpretiert. Das kann ein Vor- oder Nachteil sein, je nachdem, wie eure Gesten gedeutet werden.

Während der viktorianischen Epoche wurden Frauen förmlich aufs Heiraten vorbereitet, somit gehörte das Flirten zu einem großen Lebensbestandteil einer jungen Frau. Um effektiv flirten zu können wurden ihnen interessante Techniken beigebracht, zum Beispiel ihre Handtaschen  fallen zu lassen. Sie trugen außerdem Modeartikel wie Sonnenschirme, Fächer und elegante Handschuhe, um so Männern zu imponieren.